Logistik liegt uns im Blut

Wenn Ingo Spörk, der Vice President Human Resources, von der DNA der KNAPP AG spricht, leuchten seine Augen begeistert: „Wir leben für die Technologie und unterstützen international tätige Unternehmen dabei, ihre internen Logistikprozesse zu optimieren. Dafür bieten wir gesamtheitliche Lösungen an.” Was im ersten Moment durchwegs kompliziert klingt, ist in Wirklichkeit ein hochinteressantes, technologisches Betätigungsfeld inmitten einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels.

Gerade erst bestellt, morgen geliefert

Heute erwarten sich Kunden, dass auch eine kleine Apotheke alle Medikamente sofort verfügbar hat. Gefüllte Regale im Supermarkt sind der Normalzustand und die pünktliche Lieferung des lang ersehnten Familienvans ist in der Erwartungshaltung der Kunden auch keine großartige Besonderheit mehr. Kaum jemand denkt aber darüber nach, dass etwa für den Zusammenbau eines PKW 10.000 Einzelteile zusammengefügt werden müssen. Damit dies überhaupt möglich ist, werden ausgeklügelte Lager-, Logistik- und Lieferkettensysteme benötigt. Supermarkt-Kunden brauchen sich ebenso wenig darüber Gedanken zu machen, dass die gelieferte Ware nach einem intelligenten Packbild zusammengestellt werden muss, um die Lagerdichte optimal auszunutzen sowie das Einordnen in die Regale für das Personal möglichst einfach und schnell zu gestalten.

Die KNAPP AG entwickelt und produziert genau diese Intralogistik-Systeme. Unter anderem für die SPAR- und REWE-Gruppe, für Porsche, VW und sogar Zalando – all das, damit Konsumenten heute auf nichts verzichten müssen.

Wie kam die Marmelade in den Krapfen

Alles begann 1952 in einer kleinen steirischen Werkstätte. Günther Knapp, der Gründer des Handwerksbetriebs baute zu Beginn Milchpumpen, Krapfenfüllmaschinen und Aufzüge. 1960 erhielt der innovative “Daniel Düsentrieb" den ersten Auftrag aus dem Pharmagroßhandel, der gleichzeitig auch die Geburtsstunde des heute weltweit 5.050 Mitarbeiter*innen umfassenden Unternehmens einläutete. Aus einer Idee und der darauffolgenden Tüftelei entwickelte KNAPP den ersten Kommissionierungsautomaten – ein System, welches selbstständig Waren aus einem Warenlager zum Bedienpersonal in das Geschäft brachte.

Kärnten hat die Nase vorn

58 Jahre später, im Jahr 2018, sucht das Management des Intralogistik-Marktführers mit 45 Niederlassungen nach einem attraktiven und lebenswerten Standort für eine neuerliche Betriebserweiterung. Die eindeutige Wahl fällt auf den Lakeside Park in Klagenfurt. Die örtliche Nähe zu technischen Ausbildungsstätten und Bildungsinstitutionen, zu der auch die Universität Klagenfurt gehört, die nachhaltige Möglichkeit zur Standortentwicklung und die Flexibilität des Lakeside-Park-Managements bezüglich der Frage der Erweiterbarkeit an Büroflächen lassen keine Wünsche offen.

Viel Potenzial für Fachkräfte

Was mit zwei Mitarbeiter*innen vor drei Jahren in Klagenfurt begann, zählt heute bereits 18 Köpfe – Tendenz weiter steigend. Latent wichtig bleibt für das Unternehmen der Bedarf an Fachkräften. Im Rahmen der Standortentscheidung konnten die BABEG und der Lakeside Park die KNAPP AG mit Ideen und Vorschlägen unterstützen, wie neue Mitarbeiter in Kärnten angesprochen werden können.

Die strategische Ausrichtung und damit die Know-how-Hoheit am Standort Klagenfurt liegt im Engineering, also der elektrischen und mechanischen Planung der gewaltigen, weltweit eingesetzten Logistiklösungen. Dahingehend ist auch die Zukunft des Unternehmens ausgerichtet.

Hand in Hand mit dem Land Kärnten

KNAPP nimmt dafür die Herausforderung an, junge Menschen für das weite Feld der Intralogistik und für einen technischen Beruf zu begeistern. „Wir gehen in die Schulen, holen Lehrer ins Boot und setzen politische Initiativen”, so Ingo Spörk. „Mithilfe neuester Technologien, wie u. a. Robotik und Augmented Reality, entwickeln wir Innovationen in der Prozess-Automatisierung von morgen.” KNAPP hat auch gezielt die Kärntner Studenten in Graz und in den anderen Bundesländern im Visier. „Diese holen wir in Zukunft wieder nach Kärnten zurück. Mit Unterstützung des Standortmarketings Kärnten wird uns das in jedem Fall gelingen”, ist der technologiebegeisterte Ingo Spörk in seiner Funktion als Vice President Human Resources in der KNAPP AG überzeugt.

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