Der Photovoltaik-Pionier Sonnenkraft

Der Photovoltaik-Pionier Sonnenkraft

Innovationsfreude und Liebe zur Natur – aus diesem Antrieb verhilft die Sonnenkraft GmbH ihren Kunden in ganz Europa seit über 30 Jahren zu sauberer Energie. Gemeinsam mit starken Partnern aus Bau und Installation.

 

Das Interview ist hier auch als Podcast verfügbar.

Als Pionier der Photovoltaik ist die Sonnenkraft GmbH standesgemäß im Technologie- und Industriepark der Sonnenstadt St. Veit ansässig. Geschäftsführer Peter Prasser weiß um die Vorteile seines Standortes im Herzen Europas und die Energie, die im Zusammenspiel mit zuverlässigen Partnern aus der nachhaltigen Gebäudeplanung entsteht. Ob innovatives Neubauprojekt oder energetisches Sanieren beim Bauen im Bestand – intelligente Module made in Kärnten glänzen weltweit in der effizienten Energieversorgung. 

Wer ist die Sonnenkraft und wer ist der CEO Peter Prasser? 

Prasser: Willkommen in der Sonnenstadt St. Veit. Wir leben hier schon Solarenergie seit über 30 Jahren. Ich habe als junger Bursche angefangen und wollte einfach die Sonne als Energiequelle nutzen. Das hat die ersten zehn bis zwölf Jahre mit Solarthermie-Kollektoren begonnen. Dann ist Photovoltaik dazugekommen, wo wir heute den Megaboom haben. Die Leute wollen saubere Energie, günstige Energie und Solarenergie nutzen. Dazu verhelfen wir unseren Kunden. Ich bin in einem kleinen Dorf in Kappel am Krappfeld, am Bauernhof aufgewachsen. Da hat Natur und Umwelt immer eine große Rolle gespielt. Biobauer, seit über 50 Jahren von meinen Eltern geprägt und sie haben mir den Ansatz zu sauberer Energie mitgegeben. 

Wenn wir uns die Key-Facts des Unternehmens ansehen, was gibt es dazu zu sagen? 

Prasser: Rund 100 Millionen Umsatz pro Jahr mit 200 Mitarbeitern und etwa 800 Partnerbetrieben, welche in Europa vor Ort für uns das Handwerk organisieren. Sie sind selbstständig, jedoch mit uns in Abstimmung. Wenn man es einfacher sieht: Wir produzieren 3000 Stück Module pro Tag. Damit kann man 200 Haushalte lebenslänglich mit Energie versorgen. Man kann mit diesen Anlagen über eine Dauer von ca. 30 bis 40 Jahren den Großteil des eigenen Stromverbrauchs ernten.  

Ist der Standort Kärnten an sich auch ein Erfolgsgarant für Sie als Geschäftsführer und als Gründungsmitglied?  

Prasser: Heute ist der Standort wesentlich. Es ist erstens sehr vorteilhaft, wenn man hier, wo man lebt, auch arbeiten kann. Wir haben eine wunderschöne Umgebung. Ein lebenswertes Kärnten, wo wir unsere Geschäfte auch organisieren. Von hier aus können wir auch ganz gut unsere Märkte in Mitteleuropa bereisen. Mit der zentralen Lage haben wir die besten Voraussetzungen. Wir bekommen gut ausgebildete Mitarbeiter, die die Vorteile und Lebensqualität im Vergleich zur Großstadt schätzen. Der Standort ist als Gesamtes sehr attraktiv.  

Eine Frage zum Technologie- und Industriepark St. Veit: Hier stehen neue Entwicklungen und das tägliche “Neu-Erfinden” an der Tagesordnung. Mit welchen innovativen Sonderlösungen punktet Sonnenkraft am internationalen Markt? 

Prasser: Wir erkennen eine sehr starke Nachfrage hinsichtlich intelligenter Module. Beispielsweise, dass die Montage der Module nicht mehr ausschließlich optimal nach Süden ausgerichtet sein muss. Dass auch Verschattung keine Rolle spielt, damit wir mehr Photovoltaik-Module in die Gebäudehülle integrieren können und auf die Sonneneinstrahlung keine Rücksicht nehmen müssen. Andererseits versuchen wir, auch die Optik an das Gebäude anzupassen und arbeiten mit verschiedenen Farbtönen. Wir können den Wert der Module steigern, indem sie auch eine ästhetische Funktion übernehmen. Für eine Steinfassade, die Geld kostet oder eine Photovoltaik-Fassade, die nicht nur Strom liefert, sondern auch vom Design anspruchsvoll aussieht und in verschiedenen Farben angeboten wird, ist der Kunde auch bereit zu zahlen. Und das sehen wir als Anspruch für uns, die Nische in der Stromnutzung größer zu machen, sodass jedes Gebäude ein Kraftwerk wird. 

  • Peter Prasser

    "Wir bekommen gut ausgebildete Mitarbeiter, die die Vorteile und Lebensqualität im Vergleich zur Großstadt schätzen. Der Standort ist […] sehr attraktiv."

Wie ist denn der Standort St. Veit bzw.  gibt es in St. Veit etwas Spezielles?  

Prasser: Der Standort entwickelt sich. Unser Glück war, dass es immer wieder auch Partnerschaften mit anderen Unternehmen gegeben hat. Der eine hat sich spezialisiert auf die Produktion, der andere auf die Vermarktung. Wir haben hier mit der HSH im Bezirk St. Veit Partner als Kunden, der mehr als 100 Handwerksbetriebe in Österreich ausgebildet hat und auch das Marketing für jene Betriebe macht, die erneuerbare Energie im Fokus haben.  

Sie sprechen die Kärntner Partnerschaften an, es gibt auch in Villach die STO, mit der Sie, wie ich gelesen habe, auch eine Partnerschaft pflegen. Welche Vorteile bieten potenzielle Partner in der Struktur des Netzwerks in Kärnten und wie bauen sich diese Vorteile für das Unternehmen auf? 

Prasser: Mit der Firma STO in Villach gibt es zum Thema “Gebäudehülle” Erfahrung, die eingebracht werden kann. Die Firma kennt die Planer, die Architekten und vor allem die Handwerker, die die Anlagen montieren sollen. Wenn diese Fachkräfte perfekt geschult sind, dann werden Lösungen auch öfters verkauft. Es wird auch schneller gelingen, die Energieziele zu erreichen. Speziell in Österreich wollen wir bis 2030 Strom zu 100% aus erneuerbarer Quelle liefern. Das können wir nur erreichen, wenn die Profis aus der Dachwand-Industrie, hier ist STO ganz vorne dabei, das Ganze beschleunigen. In Villach liegt nun mal das Headquarter der STO für Osteuropa und das sind natürlich großartige Partnerschaften. 

Das Standortmarketing achtet natürlich darauf, dass es Unternehmer, Entwickler, Forscher, sowie auch Unternehmensgründer anspricht. Wenn sich jetzt ein potenzieller Unternehmer für die Sonnenkraft interessiert, was muss dieser Unternehmer mitbringen? 

Prasser: Das kann ein Energieplaner sein oder auch ein Wärmepumpenhersteller. Betriebe, welche das Paket ganzheitlich rund machen, sodass der Endkunde möglichst zu 100% “erneuerbar” versorgt werden kann. Natürlich kann auch ein Glashersteller, wie die Firma Petra Glas, die vor mittlerweile 12 Jahren hier angesiedelt wurde, ein Kooperationspartner werden. Petra Glas macht für uns die Glasveredelung, weil verschiedene Glasformate, -größen und gehärtete Gläser benötigt werden. Für diese und weitere Kooperationen sind wir immer offen.  

Vom potenziellen Unternehmer, der Sie gerne kennenlernen möchte, hin zur Lieferkette. Gibt es Vorteile für den Standort Kärnten? Stichwort Supply-Chain und Logistik, die Sie in diesen Bereichen sehen beispielsweise LCA in Fürnitz oder der geplante und unmittelbar, vorbeiführende Koralmtunnel? 

Prasser: Ja klar, absolut. Wir fühlen uns nicht benachteiligt, wir sind hier mitten in Europa. Wir haben mit Koper in Slowenien einen Hafen in der Nähe, der mit Fürnitz noch besser angebunden ist. Es besteht mit der jetzigen Nord-Süd-Eisenbahnroute eine sehr gute Versorgung, mit dem Koralmtunnel wird dies dann noch besser gegeben sein. Wir sind von Glas aus Deutschland, über Aluminium momentan aus der Türkei, absolut europäisch aufgestellt. Wie gesagt, je näher desto besser. Also insofern – kommt nach Kärnten! 

Herzlichen Dank Herr Prasser für Ihre Zeit. Danke für Ihre Einblicke in die Erfolgsgeschichte der Sonnenkraft Wir freuen uns auf noch viel mehr mit der Sonnenenergie. 

  • Peter Prasser

    Aufgewachsen auf einem Bauernhof in Kappel am Krappfeld, spielten Natur und Umwelt schon immer eine große Rolle für den Solarpionier und Unternehmer. Sie bildeten den Nährboden für seine Leidenschaft für saubere Energie.